Florent Chevalier, Violoncello

06.12.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Der französische Cellist nahm bereits mit 15 Jahren am Konservatorium von Caen (Normandie) bei Christophe Beau sein Studium auf und wechselte vier Jahre später in die Klasse von Sylvie Basset. Drei Jahre später schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab und absolvierte ein zusätzliches Kammermusikstudium bei Marie Pascale Talbot. Im Anschluss an seine künstlerische Ausbildung in Frankreich setzte er seine Studien an der Hochschule für Musik Detmold bei Marcio Carneiro fort und spezialisierte sich in seinem zusätzlichen Studiengang bei Prof. Diemut Poppen, Erika Kilcher und dem Auryn Quartett auf die Kammermusik. Zusätzlich belegte er Meisterkurse bei Andras Schiff, E. Feltz, A. Steinhardt und im Rahmen des Festivals Pablo Casals bei François Salques und W. Guttler.

Der junge Cellist kann bereits auf eine rege Konzerttätigkeit blicken, u.a. konzertierte er als Solist mit dem RIAS-Jugendorchester und seit 2009 regelmäßig beim Festival d’Arromanches (Frankreich). Er ist gern gesehener Gast beim Detmolder Kammerorchester und musiziert mit dem Orchester von Caen und dem in Paris beheimateten Concerts Pasdeloup-Orchester.

Seit diesem Jahr hat Florent Chevallier eine Dozentur im Rahmen der Sommerakademie des Orchesters von Falaise in der Normandie inne.


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Kristin Ebner, Sopran

22.10.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Die Sopranistin Kristin Ebner wurde in Pforzheim geboren und absolvierte zunächst ein Magisterstudium der Kunstgeschichte, Komparatistik und Angewandten Kulturwissenschaften sowie Germanistik und Public Relations in Stuttgart, Köln und Münster bevor sie 2006 ihr Gesangsstudium an der Musikhochschule Münster in der Klasse von Birgit Breidenbach aufnahm, das sie 2010 mit dem künstlerischen Diplom abschloss. Es folgte ein Aufbaustudium Master Oper zunächst an der HfM Detmold bei Prof. Caroline Thomas und seit Herbst 2011 an der UdK Berlin bei KS Prof. Gabriele Schnaut. Während ihres Studiums in Detmold debütierte sie in der Titelrolle von Mozarts La finta gardiniera. Ebenso sang sie im Rahmen von Hochschulproduktionen die Suzel in Mascagnis L’amico Fritz in Detmold und Montepulciano sowie die Partie der Mutter in Humperdincks Hänsel und Gretel am Landestheater Detmold. Außerdem war sie in der Partie der Rosalinde in Strauss‘ Die Fledermaus beim Finale des „Ring Award 2011“ in Graz zu hören. Darüberhinaus studierte sie in den Liedklassen von Prof. Manuel Lange und Prof. Peter Kreutz in Detmold sowie bei Prof. Sayali Dadas in Berlin und gestaltete zahlreiche Liederabende. Auch im Konzert- und Oratorienfach verfügt sie über ein breites Repertoire.

Mit dem Detmolder Kammerorchester musizierte sie bereits 2011 die Wesendoncklieder von Richard Wagner. Die Sopranistin ist seit 2009 Stipendiatin der Yehudi-Menuhin-Stiftung „Live Music Now“ sowie für das Jahr 2012 des Richard-Wagner-Verbandes Minden.



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Markus Gruber, Tenor

22.10.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr


Geboren in Coburg, studierte Markus Gruber von 2003 bis 2008 Gesang an der Hochschule für Musik Würzburg in der Klasse von Frau Prof. Monika Bürgener. Er besuchte dort Kurse von Cheryl Studer und Ingeborg Hallstein und wirkte in mehreren Produktionen der Würzburger Opernschule mit.

Im Frühjahr 2006 gewann er den ersten Preis beim Armin-Knab-Wettbewerb für Gesang der Musikalischen Akademie Würzburg.
Während seiner regen Konzerttätigkeit sang er zahlreiche Oratorien-Partien seines Fachs.

Im Jahr 2006 sang er den Jaquino in einer Fidelio-Produktion der Opernakademie Bad Orb. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist Markus Gruber als Spieltenor am Landestheater Detmold engagiert. Dort sang er viele wichtige Fachpartien im Opern- und im Operettenfach. In der Spielzeit 2008/2009 gastierte er am Theater Krefeld-Mönchengladbach. Im April 2009 war er während des Bayreuther Osterfestivals als Oronte in Händels Alcina unter der Leitung von Christoph Ulrich Meier zu hören.

Mit der Partie des Varo war er in einer Produktion der Oper Arminio von G. F. Händel unter der musikalischen Leitung von Alfredo Perl im Oktober 2009 zu hören. Bei der Coburger Sommeroperette gastierte er im Sommer 2011 in der Operette Viktoria und ihr Husar als Stefan Koltay und im Sommer 2012 ebenda in der Operette Gasparone als Erminio.



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Dirk Mestmacher, Tenor

22.10.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Zunächst belegte Dirk Mestmacher den Studiengang Schauspiel in Hamburg. Anschließend folgte eine Musicalausbildung am Tanz- und Gesangsstudio Theater an der Wien, bevor er sich seiner klassischen Gesangsausbildung zuwandte.

Er ist mehrfacher Preisträger verschiedener Musicalwettbewerbe, z.B. belegte er den 1. Platz beim Bundeswettbewerb-Gesang 1989 in Berlin.

Seit 1988 gastiert Dirk Mestmacher an zahlreichen deutschsprachigen Theatern wie der Wiener Volksoper, der Hamburger Staatsoper, dem Staatstheater Karlsruhe, dem Staatstheater Braunschweig, der Aalto-Oper Essen sowie in Dortmund, Bonn, Kiel, Gelsenkirchen oder auch an der Staatsoperette Dresden.

Festengagements führten ihn 1993 an die Bühnen der Stadt Bielefeld, 1998 an das Landestheater Detmold, 2000 an die Musikalische Komödie Leipzig und 2007 an das Stadttheater Pforzheim wo er u.a. als Pimpinelli in Paganini, als Triquet in Eugen Onegin und als Steuermann im fliegenden Holländer erfolgreich war.

Zu seinen wichtigsten Partien zählen der Tamino in der Zauberflöte (Gelsenkirchen), Pedrillo in der Entführung aus dem Serail (Neumarkt), Graf Danilo in der lustigen Witwe (Dresden), Dr. Ulrich Hansen in Hochzeitsnacht im Paradies (Dresden), Graf Boni in der Csárdásfürstin (Bielefeld/Leipzig/Pforzheim), Toni in der West Side Story (Leipzig) und den Ari Leschnikoff in den Comedian Harmonists (Kiel/Göttingen/Braunschweig).

2009 war er als 1. Tenor in den Sieben Todsünden von Kurt Weill sowie für die Rolle des Harlekin in der modernen Oper Der Kaiser von Atlantis von Viktor Ullmann am Stadttheater Fürth zu sehen und im Bayrischen Rundfunk zu hören.

Im Augenblick ist Dirk Mestmacher in seiner vierten Spielzeit am Theater Bielefeld engagiert. U.a. war er hier als 1. Jude in Richard Strauß‘ Salome, als Fiorillo im Barbier von Sevilla, als Lord Evelyn Oakleigh in Anything Goes und als Beppo in Pagliacci (Der Bajazzo) zu sehen. Zusätzlich wird er hier demnächst im der Uraufführung des Einpersonenstücks Sandmann zu erleben sein und als Dr. Blind in der Fledermaus. Des Weiteren singt er ab Oktober 2012 den Ari Leschnikof in den Comedian Harmonists am Theater Regensburg.

Seine Kirchenkonzerttätigkeit umfasst etliche Bachkantaten sowie das Weihnachtsoratorium und die Johannes- und Matthäuspassion von Bach (Tenor/Evangelist). Außerdem diverse andere Oratorien und Passionen wie von Fasch, Graun, Händel, Herzogenberg, Janáček, Keiser, das Weihnachtsoratorium von Saint-Saëns bis hin zur Messa di Gloria von Puccini oder den Uriel in der Schöpfung von Haydn.


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Dorothee Mields, Sopran

21.05.2013 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Dorothee Mields ist eine der führenden Interpretinnen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und wird von Publikum und Presse besonders für ihr einzigartiges Timbre und ihre berührenden Interpretationen geliebt.

„Dorothee Mields für die Gesangsstücke zu engagieren, ist eine ausgezeichnete Wahl. Man findet außerhalb der englischsprachigen Welt kaum eine bessere Interpretin für Purcells Vokalmusik. […] perfekte Diktion und Aussprache und ein Sinn für außerordentlich geschmackvolle Verzierungen.“ MusicWeb International (April 2011)

Ihre makellose Technik und die schwerelose Klarheit ihrer Stimme prädestinieren sie ebenso für die Werke zeitgenössischer Komponisten.
Eine enge Zusammenarbeit verbindet Dorothee Mields mit dem Collegium Vocale Gent, dem Bachcollegium Japan, der Nederlandse Bachvereiniging, dem Freiburger Barockorchester, dem RIAS Kammerchor, dem Orchestra of the 18th Century, L’Orfeo Barockorchester,
der Lautten Compagney, Tafelmusik Baroque Orchestra Toronto, dem Amsterdam Baroque Orchestra & Choir und dem Klangforum Wien, sowie mit Dirigenten wie Stefan Asbury, Ivor Bolton, Frans Brüggen, Beat Furrer, Paul Goodwin, Philippe Herreweghe, Ton Koopman, Gustav Leonhardt, Emilio Pomárico, Hans-Christoph Rademann, Masaaki Suzuki und Jos van Veldhoven.

Sie ist gern gesehener Gast internationaler Festspiele wie Bach-Fest Leipzig, Suntory Music Foundation Festival in Japan, Boston Early Music Festival, Festival van Vlaanderen, Wiener Festwochen, Händel-Festspiele Halle, Musikfestspiele Potsdam, Styriarte Graz, Tanglewood Festival, Les Académies Musicales de Saintes und Musikfest Bremen.

Eine stetig wachsende Diskographie mit etlichen preisgekrönten Aufnahmen dokumentiert ihr künstlerisches Schaffen. Besondere Beachtung fanden die Einspielungen „In Darkness Let Me Dwell“ und „Loves Alchymie“ mit Hille Perl und Lee Santana (beide Sony/dhm) und Purcell „Love Songs“ mit der Lautten Compagney und Wolfgang Katschner (Carus). Im Sommer 2011 erschienen Chopin Lieder mit dem Pianisten Nelson Goerner (eingespielt für das Fryderyk Chopin Institut Warschau). Dorothee Mields ist auch an dem von Carus und SWR 2 initiierten, vielbeachteten Benefizprojekt für das Singen mit Kindern beteiligt (www.wiegenlieder.org).

In der Spielzeit 2011/12 sind neben den Projekten mit Collegium Vocale Gent und der Nederlandse Bachvereniging besonders erwähnenswert: Mozarts „c-moll Messe“ und „Requiem“ beim Festival in Vézelay unter der Leitung von Pierre Cao, ein Liederabend in Warschau mit Nelson Goerner (Werke von Schubert, Mozart, Beethoven, Chopin und Moniuszko), zwei Konzerttourneen mit dem Amsterdam Baroque Orchestra unter der Leitung von Ton Koopman (Mozart „Requiem“; September 2011 und Bach Kantaten; Juni 2012), sowie Auftritte mit der Lautten Compagney beim Lucerne Festival (September 2011) und bei den Ludwigsburger Schloßfestspielen (Juni 2012).
Dorothee Mields hat in Bremen und Stuttgart studiert und lebt in der Nähe von Hagen.


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                                                                                                                                                                                                     (c) by Jutta Jelinski
Maria Pönicke, Sopran

22.10.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Maria Pönicke schloss ihr Schulmusikstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar ab. Seit Oktober 2009 studiert sie an der Hochschule für Musik Detmold in der Gesangsklasse von Heiner Eckels und ab diesem Semester bei Lars Woldt. Dort wirkte sie als Solistin bei Oratorien- (Bach: Ich hatte viel Bekümmernis; Haydn: Die Schöpfung) und Opernprojekten (Mozart: Die Zauberflöte; Arie antiche; Cimarosa: Il matrimonio segreto) sowie bei Liederabenden (Italienisches Liederbuch, La mèlodie française, Uraufführungsmatinee) und als Mitglied der Barockakademie (Johannes-Passion, H-Moll Messe).

Konzertreisen führten sie nach Frankreich, Belgien, Slowenien, Kroatien, Rumänien, Italien. 2010 wirkte sie als Solistin und Ensemblemitglied bei der Ersteinspielung von Carl Reineckes Dornröschen beim Label Cpo mit.

Sie ist Preisträgerin des Stiftungswettbewerbs 2010 „Musik & Vermittlung“ und des Kammermusikwettbewerbs 2010 der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Musikhochschule Detmold. Meisterkurse belegte sie u.a. bei Claudia Rüggeberg, Ralf Gothoni und Eija Tolpo.
Neben Alter Musik, Oper und Lied nimmt auch neue Musik einen Platz in ihrem Wirken ein.

(Portrait Maria Pönicke: Jutta Jelinski,
www.fotografie-jelinski.de)

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Raschèr Saxophon Quartett

23.04.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Seit seiner Gründung 1969 trat das Raschèr Saxophon Quartet regelmäßig in den bedeutendsten Konzertsälen der Vereinigten Staaten,
Asien und Europas auf (Carnegie Hall und Lincoln Center New York, Kennedy Center Washington D.C., Opera Bastille Paris, Royal Festival Hall London, Philharmonie Cologne, Finlandia Hall Helsinki, Concertgebouw Amsterdam, Schauspielhaus Berlin, Musikverein Vienna, Tonhalle Zürich, Parco della Musica Rome, Dewan Filharmonik Petronas Kuala Lumpur, National Concert Hall Taipei, usw.).

Die „Wiener Zeitung“ nannte das Quartett die „ungekrönten Könige des Saxophons“ und ein Kritiker der „Welt“ behauptete, „wenn es eine olympische Disziplin des virtuosen Bläserspiels gäbe, dann müßte das „Raschèr Saxophone Quartet“ aus den USA unbedingt eine Goldmedaille erhalten.“

Das Ensemble setzt eine Tradition fort, die in den 30er Jahren von Sigurd Raschèr, dem Pionier des klassischen Saxophons und Gründer
des Quartetts, begonnen wurde. Er regte viele Komponisten an Stücke für ihn zu schreiben. In ganz ähnlicher Weise hat das Quartett über 290 Komponisten inspiriert ihm Werke zu widmen, u.a.: Aho, Berio, Bergman, Bialas, Dean, Denhoff, Donatoni, Firsowa, Franke, Glass, Gubaidulina, Halffter, Kagel, Kaipainen, Kancheli, Keuris, de Raaff, Maros, Moe, Nilsson, Nordgren, Nørgard, Raskatov, Rosenblum, Sandström, Stucky, Terzakis, Tüür, Wuorinen, Xenakis, und Chen Yi.

Diese Komponisten waren begeistert von der einmaligen homogenen Tonqualität, der Virtuosität und der dynamischen Interpretation alter und neuer Musik der vier Musiker. Bezüglich ihrer Bach-Interpretationen schrieb der Musikwissenschaftler Ulrich Dibelius, dass wenn das Raschèr Quartet Bach spielt, "die Musik eine seraphische Aura erhält- als hätten Orgel und Streichquartett sich miteinander vermischt."

Zahlreiche Komponisten sind fasziniert von der Kombination der „Raschèrs“ mit Orchester. Auch dafür wurden mehr als 25 neue Werke komponiert und mit namhaften Ensembles aufgeführt, u.a. Gewandhausorchester Leipzig, Dresdner Staatskapelle, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Stuttgarter Kammerorchester, BBC Symphony London, Helsinki Philharmonic, Swedish Radio Orchestra, Bergen Philharmonic, American Composer’s Orchestra, Orchestre de Paris, Philharmonique Strassbourg, Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Roma, Gulbenkian Orchestra Lisbon, Malaysian National Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic, Residentie Orchester Hague, Berliner Sinfonie Orchester, Wiener Symphoniker, SWR Baden-Baden, MDR Orchester Leipzig, Radio-Sinfonie-Orchester Stuttgart, Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester, Scottish Chamber Orchestra, Swedish Chamber Orchestra, Philharmonisches Orchester Kiel, Ostrobothnian Chamber Orchestra, Tapiola Sinfonietta, Camerata Bern, I Fiamminghi, sowie die Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle.

Nebst den zahlreichen Aufführungen des Raschèr Quartetts und seiner Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Orchestern, ist das Quartett mit vielen verschiedenen Instrumental und Gesangsformationen aufgetreten. So zum Beispiel mit Christian Lindberg, Kroumata Percussion Ensemble, Otto Sander, London Voices, WDR Rundfunkchor Köln, Rias Kammerchor, Finnish Radio Choir, Belgian Radio
Choir, Icelandic National Cathedral Choir, und dem Netherlands Chamber Choir. Die Auftritte des Quartetts, mit oder ohne Begleitung, hat verschiedenste Komponistinnen und Komponisten dazu inspiriert, für die Raschèrs zu komponieren. Zu den Komponistinnen und Komponisten, die dem Raschèr Quartet Werke gewidmet haben, zählen u.a.: Luciano Berio, Erkki-Sven Tüür, Bernd Franke, Stefan Thomas, Giya Kancheli, Maricio Kagel und Sofia Gubaidulina. Das Raschèr Quartet hat keine führende Stimme, sondern ist demokratisch organisiert.


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Luthger Rémy,

21.05.2013 | Konzerthaus der HfM Detmold

„Wer in der Diskographie dieses Musikers blättert, ist schon auf Entdeckungsreise: Tonsetzer wie Stölzel, Schuster, Seckendorff findet man da, Raritäten von Thüringen bis Westfalen, aber auch prominentes Repertoire von Bach über Telemann und Händel bis hin zu Schubert. Ludger Rémy, der unter seinen Leidenschaften „Geschichtsforschungen“ an erster Stelle nennt, ist ebenso neugierig wie kompetent. Er zählt zu den wenigen Musikern, bei denen sich Theorie und Praxis wirklich glücklich verbinden, und als treibende Kraft bei der Wiederentdeckung und Neurealisierung älterer deutscher Musik erhielt er wichtige CD-Preise.“
Volker Hagedorn zu den „25. Niedersächsischen Musiktagen“
 
Leidenschaften: Geschichtsforschungen, Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts, Musik des Aufklärungszeitalters, vor allem Carl Philipp Emanuel Bachs. Für Aufnahmen der Werke dieses Bachsohnes Gründung des Orchesters „Les Amis de Philippe".
 
Weitere Vorlieben: Kammermusik und Lieder bis hin zur Romantik.
 
Theorie und Praxis miteinander zu verbinden – dieser Matthesonschen Forderung fühlt der Cembalist Ludger Rémy sich verpflichtet.
 
Geburt in Kalkar (Niederrhein), Cembalostudium in Freiburg (Breisgau), private Studien bei Kenneth Gilbert in Paris. Professor für Alte Musik an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden.
 
Zahlreiche Rundfunk- und Plattenaufnahmen als Spieler und Dirigent, ausgedehnte Konzerttätigkeit in Europa als Cembalist, Hammerclavierist und Dirigent.
Gilt international als einer der führenden Dirigenten bei der Wiederbelebung und Wiederentdeckung älterer deutscher Musik.
 
Mehrfach Jurymitglied beim angesehenen Internationalen Cembalo- und Hammerclavierwettbewerb anlässlich des Festival van Vlaanderen in Brugge (1995 bis 2010).
 
Zahlreiche internationale CD-Preise, u. a. Nominierungen für den Cannes Classical Award 1997 mit „Les Amis de Philippe“, Erhalt des Preises (mit alta ripa Hannover) 1998. Als Dirigent „Preis der Deutschen Schallplattenkritk“ 3/2000 und erneute Nominierung für den Cannes Classical Award 2001 (Telemann: Der Tod Jesu). Als Cembalist „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ 1/2001 (Johann Jacob Froberger: Straßburger Manuskript). Erneut „Preis der Deutschen Schallplattenkritk“ 3/2003 als Dirigent (Georg Gebel d. J.: Johannespassion) und „Gramophone special edition Awards 2003“ (Joseph Schuster: Demofoonte) „One of the best of 2003“ (Stölzel: Kammerkantaten - Goldberg Magazine USA) „One of the Recordings of the Year 2003“ (Georg Friedrich Händel: Die großen Suiten 1720), „Choc du mois 1/2005“ (CPE Bach: Gellertoden - „Le monde de la musique“).
 
 
Eine etwas andere Biographie
Geboren wurde ich, Ludger Rémy, in einem Elternhaus, in dem Kultur und Musik nach Art des Großbürgertums gepflegt wurden und ihren Platz hatten ...
So könnte eine Eigenbiographie beginnen – aber sie stimmte nicht. Die Realität: geboren wurde ich als Sohn eines Landtierarztes, der Musik weder verstand noch mochte und der Mozart, Monteverdi und Strauß für Operettenschöpfer hielt. Strauß war ihm zwar auch unbekannt, aber er meinte damit die „leichte Muse“. Ich gestehe: unglücklich war ich nicht damit – im Gegenteil, denn ich kannte ja nichts anderes. Ein kleines Dorf am linken katholischen unteren Niederrhein... Die Nachbarn hielten eine Kuh, zwei Schweine und Hühner für den Eigenbedarf. Den Forscher in mir faszinierten die bunten Ausscheidungen der Federviecher, und er garnierte Sandküchlein mit den herrlich bunten Häuflein. Ob er sie aß, wie die Mär vermeldet, ist nicht glaubwürdig überliefert ... Bilder lassen aber auf solche Experimentierphasen schließen.
Ich war der Sohn eines Landtierarztes. Wir gehörten im Dorfe neben dem „richtigen Dokter“ und dem Pfarrer (r.k.) zu den Intellektuellen. Etc. etc.


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Linus Roth, Violine

29.01.2013 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr


Linus Roth, Violine

„Very impressive – sehr beeindruckend“ schrieb die international bedeutende Fachzeitschrift The Strad Magazine über Linus Roth, und der Kritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stellte fest, „die künstlerische Reife Roths ist angesichts des jungen Alters außergewöhnlich, seine beiläufig kenntliche technische Sicherheit eigentlich Nebensache ...“.

Linus Roth gehört zu den interessantesten Musikern der jüngeren Generation. Unlängst wurde er für seine EMI Debut CD mit dem Echo-Klassik-Preis der Deutschen Phonoakademie als „Bester Nachwuchskünstler 2006“ ausgezeichnet. In seinem Spiel verbinden sich eine außergewöhnliche Klangkultur mit technischer Brillanz und musikalische Einsicht mit Stilsicherheit. Qualitäten, die ihm Anne-Sophie Mutter, von deren Stiftung er gefördert wurde, bescheinigt.

Schon in jungen Jahren wurde Linus Roths Begabung erkannt, bereits mit zwölf Jahren wurde er in die Vorklasse von Prof. Nicolas Chumachenco an der Musikhochschule in Freiburg im Breisgau aufgenommen. 1992 gewann er den ersten Preis des Bundeswettbewerbs Jugend Musiziert, im darauffolgenden Jahr begann er sein Studium bei Prof. Zakhar Bron an der Musikhochschule in Lübeck, wo er 1998 sein künstlerisches Diplom ablegte. Daraufhin setzte er sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich und der Musikhochschule München bei Prof. Ana Chumachenco fort und beendete es mit dem Solistendiplom. Weitere wichtige Anregungen erhielt er von Salvatore Accardo, Miriam Fried und Josef Rissin.

Als Konzertsolist macht sich Linus Roth mehr und mehr einen Namen bei nationalen wie internationalen Orchestern. Er trat u.a. auf mit dem Orchester der Staatsoper Stuttgart, dem Münchner Kammerorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Radiosinfonieorchestern des SWR (Kaiserslautern) und Berlin, dem Orquesta de Cordoba, dem Orchestra della Toscana Florenz, Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Wiener Kammerphilharmoniie, Berner Sinfoniorchester, Orchestra del Teatro San Carlo Neapel, Orchestre Philharmonique de Nice, Kölner Kammerorchester, Brucknerorchester Linz und Orquesta de Navarra.

Zu den Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitete, gehören u.a. Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, Andrey Boreyko, Frank Beermann, Dennis Russell Davies, Ruben Gazarian, Hartmut Haenchen, Manfred Honeck, James Gaffigan, Alun Francis, Matthias Foremny, Anu Tali, Sebastian Tewinkel und Antoni Wit.

Linus Roth wurde mehrfach ausgezeichnet, er erhielt u.a. 1995 den 1. Preis des Internationalen Violinwettbewerbes Novosibirsk, 1997 den 2. Preis des Internationalen Musikwettbewerbs Joseph Szigeti, 2003 den 1. Preis des Deutschen Musikwettbewerbs und im gleichen Jahr den Sonderpreis des Schumannhauses Bonn für die beste Interpretation eines Werks von Schumann.

Im Oktober 2012 wurde Linus Roth auf eine Professur für Violine an das „Leopold - Mozart – Zentrum“ der Universität Augsburg berufen.

Seit 1997 spielt Linus Roth die Stradivari „Dancla“ aus dem Jahr 1703, eine freundliche Leihgabe der Musikstiftung der L-Bank Baden-Württemberg, Deutschland.

www.linusroth.com


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Bartolomeo Stasch, Bass

22.10.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Der junge Bass erhielt seinen ersten Gesangsunterricht im international renommierten Knabenchor Hannover unter der Leitung von Prof. Heinz Henning. Mit 11 Jahren hat er seine erste solistische Knabenrolle an der Staatsoper Hannover in Verdis Macbeth erfolgreich unter der Leitung von Gerry Schmidt bestritten, wo weitere Solo-Rollen folgten. Die Nähe zur Oper hat er bis heute fortgeführt und beschlossen, sein Hobby zum Beruf zu machen.

Eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland hat er bereits vorzuweisen. Sein Vordiplom an der Hochschule für Musik Detmold hat er 2012 erfolgreich bestanden. In einigen Opernproduktionen war er bereits zu hören und zu erleben, wie u.a. in Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor als Herr Reich, als Sarastro in Mozarts Zauberflöte, als Hanezo in L´amico Fritz. Außerdem ist der gebürtige Breslauer seit 2010 Stipendiat der Stiftung der Hochschule für Musik Detmold.

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Lars Woldt, Bass

22.10.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Der Bass Lars Woldt wurde 1972 in Herford geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik Detmold Komposition bei Giselher Klebe und Martin Christoph Redel sowie Gesang bei Martin Christian Vogel. Weitere Studien führten ihn zu Franz Crass, zu Edith Lienbacher, Gottfried Hornik und Verena Mostbeck.

Nach einem Erstengagement am Landestheater Detmold wurde er 2000 an das Tiroler Landestheater in Innsbruck verpflichtet, dessen Ensemble er bis 2003 angehörte. Von 2004 bis 2010 war er Mitglied der Wiener Volksoper, seit 2010 ist Lars Woldt Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper.

Eine rege Gastspieltätigkeit führte ihn u.a. an die Opernhäuser von Hamburg, Barcelona, Budapest, Stuttgart, Köln, Paris, Göteborg, Graz
und Kopenhagen, nach Tokio und Taipeh sowie zu den Bregenzer Festspielen.

Sein Repertoire beinhaltet sowohl Partien des Spiel- und Charakterfaches wie Baron Ochs, Rocco, Kaspar, van Bett, Kezal, Falstaff, Osmin und den Doktor in Wozzeck als auch seriöse Basspartien wie Sarastro, König Marke, Daland, Fasolt, Gremin oder Timur.

Die zentralen Partien seines Faches sang er unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Christian Thielemann, Semyon Bychkov, Franz Welser-Möst, Sebastian Weigle, Bertrand de Billy, Simone Young, Peter Schneider, Ivor Bolton, Michael Boder, Ulf Schirmer, Leopold Hager, Adam Fischer, Ernst Märzendorfer, Manfred Honeck und Michael Schönwandt und erarbeitete sie mit Regisseuren wie Stefan Herheim, Marco Arturo Marelli, Alfred Kirchner und Peter Konwitschny.

Pläne für diese und die kommende Spielzeit beinhalten neben Verpflichtungen an der Wiener Staatsoper als Fasolt unter Christian Thielemann und Rocco unter Bertrand de Billy sein Rollendebüt als Daland am Kölner Opernhaus, den Kaspar in konzertanten Aufführungen des Freischütz mit dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis, sein Debüt an der Opéra Bastille unter Philippe Jordan als Fasolt
sowie sein Debüt im Theater an der Wien als Rocco unter Nikolaus Harnoncourt. Im Herbst 2011 wurde Lars Woldt auf eine Professur für Gesang an die Hochschule für Musik in Detmold berufen.


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Axel Wolloschek, Bariton

22.10.2012 | Konzerthaus der HfM Detmold | 19.30 Uhr

Der in Dortmund geborene Axel Wolloscheck bekam schon während seiner Schulzeit Unterricht in Komposition, Orchesterleitung und auf
dem Klavier.

Es folgte ein Studium im Fach Dirigieren und Gesangspädagogik am Konservatorium sowie am Theater Osnabrück. Neben einer Anstellung als Kantor arbeitete er mit mehreren Chören und Orchestern, dirigierte zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland. Seit 2009 studiert er an der Hochschule für Musik Detmold im Fach Operngesang, welches er im Sommer 2013 abschließen wird.

Vielfältige Bühnenerfahrungen sammelte er bereits in Produktionen wie Mozarts Die Zauberflöte oder L´amico Fritz von Pietro Mascagni. Im Landestheater Detmold sang er die Rolle des Vaters in Hänsel und Gretel sowie zuletzt in Die Lustigen Weiber von Windsor den Herrn Fluth. Konzertreisen führten ihn nach Korea und Japan bei denen er verschiedene Liederabend gab.

Weitere wichtige künstlerische Impulse bekam er bei Meisterkursen u. a. bei András Schiff. Er ist mehrfacher Leistungsstipendiat der Hochschule für Musik Detmold und zudem Stipendiat des Richard Wagner Verbandes.




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